Oft werden wir gefragt, warum wir zahlreiche Hunde ins Ausland schicken, um dort ein neues zuhause für sie zu finden.
Einige Organisationen und Privatleute haben Einwände gegen dieses Vorgehen; dies verlagere nur das Problem, sei keine endgütige Lösung und nehme Hunden in anderen Ländern Chancen auf ein neues Zuhause.
Dazu müssen wir klarstellen, daß der "Export" von Hunden keineswegs als unser, schon gar nicht langfristiges, Ziel betrachten.
Weil wir jedoch des öfteren auf dieses Thema angesprochen werden, haben wir hier einige Gedanken zu dem Thema zusammengefasst:
Erstens haben Hunde in Griechenland, im Gegensatz zu ihren nordwesteuropäischen Kollegen, keinerlei Lobby
Ein Aufenthalt in einem z.B. deutschen Tierheim ist für unsere Hunde wie ein Fünfsterne-Urlaub
Wenn wir uns nicht um diese Hunde kümmern, tut es niemand. Die Regierung erlässt zwar in bewundernswerter Geschwindigkeit immer neue Gesetze, in der Praxis weigert sie sich aber, irgendeine Verantwortung zu übernehmen.
Zweitens: Wir arbeiten nur mit Tierheimen im Ausland, die garantieren, dass unsere Hunde keinen Platz besetzen, der anderweitig gebraucht würde.
Problemhunde, die lange in Heimen bleiben, sind oft die sogenannten "Kampfhunde", während es für andere Hunde in vielen Heimen tatsächlich so gut wie keine Vermittlungsprobleme gibt. Dies bedeutet, daß unsere Hunde keine Belastung für die aufnehmenden Heime darstellen.
Drittens der wichtigste Punkt: Im Moment gibt es keine Alternative.
Selbst wenn wir unser Heim ausbauen dürften, was nicht der Fall ist, hätten wir kein Geld dafür.
Wenn wir keine Hunde mehr "exportieren", hiesse das entweder
- Die Hunde bleiben für immer in unserem Heim. In diesem Fall müssten wir schon morgen die Aufnahme neuer Hunde stoppen. Dies wäre in absehbarer Zeit für hunderte von Streuneren der sichere Tod.
- Oder wir nehmen weiterhin neue Hunde auf. In diesem Fall müssten wir aber, um ausreichend Platz zu haben, regelmaessig Hunde einschläfern.
Tatsächlich wurde uns diese Lösung von ortsansässigen "Tierfreunden" empfohlen.
Allerdigs: Welchen Sinn macht es, Hunde zufzunehmen, zu versorgen, ihre Wunden zu reinigen, sie zu impfen und gut zu füttern, nur um sie mit hundertprozentiger Gewissheit nach einer Weile einschläfern zu müssen?
Diese "Lösung" kommt für uns nicht in Frage!
Nur darum, weil es ganz offensichtlich kurzfristig keine andere Lösung gibt, schicken wir weiterhin Hunde ins Ausland.
Wie gesagt, dies ist nicht und wird nie unser Hauptzweck, und wir hoffen sehr, auch durch unsere Sterilisierungs- und Kastrationskampagnen das Streunerproblem langfristig zu lösen oder zumindest soweit einzudämmen, dass dieses Vorgehen nicht mehr (so sehr) nötig sein wird!
Wie wir vermitteln
Nur in Ausnahmefällen werden Hunde an Privatpersonen vermittelt. Der Grund ist, daß wir nicht ohne weiteres das neue Zuhause kontrollieren und sicherstellen können, dass der Hund wirklich ein besseres Leben erhält.
Stattdessen arbeiten wir mit einigen Tierheimen in Deutschland, die wir persönlich kennen und die sicherstellen, dass jeder neue Besitzer vorher und auch - noch wichtiger - hinterher mehrfach kontrolliert wird!
Diese Kontrollen werden übrigens teilweise von unseren Partnern von der Samos Hilfe übernommen!
|